So lautet der Titel des Kurzportraits, das der Saarländische Rundfunk (SR) über mich gedreht und im Magazin „Wir im Saarland“ ausgestrahlt hat. Klicke dazu auf das Bild und Du wirst zur SR-Mediathek weitergeleitet. Für mich war das eine ziemlich aufregende Aktion. Hier kannst Du Dir den knapp 5 Minuten langen Film ansehen und „the story behind“ habe ich für Dich aufgeschrieben.

Ich komm ins Fernsehen

Schrieb ich, wenige Tage vor der Ausstrahlung in meinen Sozialen Netzwerken:
Am 20.08.2020 um 18:50 Uhr im SR (Saarländischer Rundfunk) in „Wir im Saarland – das Magazin“.

Am 28.07.2020 war Drehtag mit Alexander M. Groß und in der Doku geht es um „Das zweite Leben“.

Es geht um Menschen, in deren Leben irgendetwas vorgefallen ist, so dass sie heute ein anderes Leben leben. Gezeigt werden die Geschichten von Menschen, in deren Leben sich etwas grundlegend verändert hat. Und in meiner Coaching-Praxis erlebe ich täglich Menschen, die so gerne „etwas“ in ihrem Leben verändern möchten. Sie stecken fest in Gewohntem, wissen nicht wie oder wo sie ansetzen können. Manche Menschen treffen klare Entscheidungen und gehen ihre Veränderung an. Andere Menschen machen erst eine Bauchlandung – wie ich vor 18 Jahren im Burnout – und kämpfen sich dann (zurück) in ihr „Zweites Leben“.

Ich wünsche mir, dass wir (mit diesem Film) anderen Menschen mit unseren Geschichten Mut machen. Und auch ich bin schon sehr gespannt, welche Menschen ich im Film kennenlernen werde.

Warum geht Sandra ins Fernsehen?

Ja, das habe ich mich auch gefragt, nachdem ich diesen kurzen „Mutausbruch“ hatte und zur Doku zugesagt habe. Denn wenige Tage danach: *Paaaaaanik*

Ein Gefühlschaos jagte das nächste. Einerseits hatte ich so richtig Lust dazu und ich wusste, das wird spannend. Andererseits: Ich mag nicht viel Aufhebens um meine Person. Und genau das ist auch meine Herausforderung als Unternehmerin:

Wenn ich meinen Lebensunterhalt verdienen möchte, ist es von Vorteil wenn ich Werbung mache. Dass Menschen mich kennenlernen, dass sie wissen, wofür ich stehe und womit sie zu mir kommen können.

„Lautes“ Marketing, klingt für mich (gefühlt) wie: „Kaufen, kaufen, kaufen!!!“ und das geht völlig gegen meine Charaktereigenschaften und Werte. Dagegen steht: „Oh, ein Film drehen… das ist ja spannend!“

In der kurzen Doku erzähle ich meine Geschichte. Die, wie ich mich ins Burnout bugsiert habe. Die, als mir später klar wurde: „Irgendwann möchte ich mal etwas machen, bei dem ich Menschen helfe, dass ihnen das gar nicht erst passiert!“. Voilá! Hier bin ich.

Und genau das ist meine Arbeit für mich: Eine Herzensangelegenheit. Und damit darf ich meinen Lebensunterhalt verdienen. Dass ich das erreicht habe, darauf bin ich stolz und sehr dankbar.

Und jetzt bin ich dankbar, dass mein Mann mich auf die „Suchmeldung“ von Alexander M. Groß aufmerksam gemacht hat („Das ist was für Dich! Melde Dich dort!“) und ich bin dankbar, dass Alexander sich bei mir gemeldet hast!

Der Drehtag

 „Das ist ja wie im Fernsehen!“
Mein Dreh-Tag mit dem SR zum Kurzportrait „Das zweite Leben“.

Habe ich schon erwähnt, dass ich aufgeregt war? ;-)

Um 9 Uhr trifft Alexander M. Groß bei mir ein, kurzer Plausch und schon gings los:

  • Dreh in meinem Coaching-Raum beim Online-Coaching mit meiner Kundin A.
    Alexander und mein Mann würden lieber an der Modelleisenbahn im Nachbarraum fachsimpeln ;-)

    Übrigens: Im Film heißt es, dass das Coaching „Corona-bedingt online stattfindet“. Das war vielleicht ein Missverständnis, denn mein Coaching findet immer sowohl online, als auch „offline“ in meinem Raum in Dillingen statt. Damit viele Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz von meinem „Raus-aus-dem-Stress Coaching“ profitieren können, biete ich dieses auch online an.
  • Dann das Interview. Wir nehmen Dich mit auf mein Sofa.
    Alexander stellt seine Fragen und ich erzähle meine Geschichte – von der Kinderkrankenschwester, zur leitenden Führungskraft und ins Burnout. Und: Was tue ich heute in meinem Alltag, dass mir das nicht nochmal passiert?
  • Kleider-Wechsel und Drehort-Wechsel:
    Wir fahren raus in die Natur. Bei über 30 Grad Celcius lässt Alexander mich meine Laufrunden drehen. Begleitet werde ich von Kamera im Auto (dem ich brav hinterherlaufe), Kamera an der Drohne die mich beim Laufen verfolgt und von Kamera auf dem Feldweg, die ich fast umgelaufen hätte ;-)
  • Mittagspause:
    Die Männer besorgen uns Essen beim „Kebap-Händler unseres Vertrauens“.
  • Danach Fahrt zur Stahlbau Schäfer GmbH. Dort treffe ich Geschäftsführer Peter Schäfer zur Auftragsklärung: Was möchte er für seine Mitarbeiter tun, wie kann ich unterstützen?
  • Zurück zur „Base“. Zu Hause.
    Gegen 15:30 Uhr ist alles im Kasten. Es hat uns allen viel Spaß gemacht. Ich fühle mich wie Grace Kelly! Quatsch, natürlich nicht ;-) Ich fühle mich wie durch den Wolf gedreht. Die Anspannung lässt nach. Ich bin glücklich. Das war ein richtig schöner und spannender Tag.

Ohne Vertrauen geht gar nichts

Es gibt noch einen Grund, weshalb ich dem SR zum Kurzportrait „Das zweite Leben“ zugesagt habe. Dieser Grund heißt Alexander. Der Mann, der diesen Film vorbereitet, das Interview geführt, gedreht und geschnitten hat.

Im Vorgespräch – unserem ersten Kennenlernen – spürte ich ganz schnell, dass ich diesem Menschen vertraue. Hätte mein Bauchgefühl sich in irgendeiner Weise negativ geäußert, hätte ich vermutlich einen Rückzieher gemacht. Vertrauen ist mein mir wichtigster Wert.

Alexander war mit seinen Fragen behutsam, feinfühlig, empathisch und sehr wertschätzend. Er hörte einfach nur zu, machte sich kurze Notizen, fragte nach. Er fragte immer wieder, ob das gerade Gesagte im Film erwähnt werden darf. Zwischendurch unterhielten wir uns über Gott und die Welt und ich spürte, hier sitzt mir ein Mensch mit einer sehr positiven Grundhaltung gegenüber, einer, der meine Werte teilt, einer, der sich in mich hineinversetzen mag.

Kein Sensationsreporter. Ich konnte mich – rückblickend – auf mein gutes Bauchgefühl verlassen. Meine anfängliche Gefühlsachterbahn „Ich mag nicht viel Aufhebens um meine Person, war jetzt in guten Händen. Ich fühlte mich wohl. Ich wusste: Das wird gut.

Ausstrahlung am 20.08.2020

Und dann war es so weit. Der Tag der Ausstrahlung. Ich verrate Dir, wie ich den Abend verbracht habe:

Meine drei jüngeren Schwestern waren nämlich der Meinung, sie müssten mit mir eine „Premieren-Party“ feiern: Die große Schwester im Fernsehen! Habe ich schon erwähnt, dass ich nicht viel Aufhebens um meine Person mag? ;-)
Je näher der Tag rückte dachte ich mir: „Die sind echt lieb, die Mädels… wäre ja schon schön, sie bei mir zu haben…“ Gesagt getan:

Die ganze Meute: 3 Schwestern, ein Ehemann, zwei Kinder und natürlich meine bessere Hälfte, sind hier. Es wird gegrillt, gefuttert, im Planschbecken geplanscht, geplaudert, gelacht und: Fernseh geschaut.

Es ist schon seltsam, mich im eigenen Wohnzimmer im Fernsehen zu sehen. Und parallel flogen die Nachrichten auf dem Handy ein: Via WhatsApp, Facebook und Co. kamen so wundervolle und liebevolle Grüße mit Fotos aus sämtlichen Wohnzimmern: Sandra im Fernsehen.


Das war mein Abenteuer. Und ich weiß schon jetzt:
In meiner persönlichen Jahresrückschau, steht immer auch die Frage: „Was hast Du in diesem Jahr zum ersten Mal getan?“… in diesem Jahr muss ich da gar nicht lange überlegen ;-)

Und nun verrate mir in einem Kommentar: Wie hat Dir das Kurzportrait gefallen?

Herzliche Grüße

Sandra