Neulich abends ertappte ich mich dabei, wie ich um das Malbuch meines vierjährigen Neffen schlich. Ich hatte es am Mittag gekauft, damit etwas zum Spielen im Haus ist, wenn er uns besuchen kommt. Und da lag es abends. Auf dem Wohnzimmertisch. Bauernhof-Motive und Kühe. Ich liebe Kühe. Und dann hörte ich mich zu meinem Mann sprechen, der auf dem Sofa saß: „Sag mal, fändest Du es gemein, wenn ich Jakobs Malbuch ohne ihn ausmalen würde?“ Die Antwort: „Mach doch!“ (Typisch Mann – klar und verständlich ;-) )

Kennst Du das?

Du kommst am Abend nicht zur Ruhe. Der Tag rattert Dir durch die Gedanken. Du denkst an Hunderte Dinge gleichzeitig. Eigentlich willst du jetzt nichts mehr tun, was mit Arbeit, To-Do, Haushalt oder Verpflichtung zu tun hat. Und dann kommst Du gedanklich einfach nicht runter.

Das Malbuch meines Neffen. Dieses Ding auf dem Wohnzimmertisch, mit seinen skizzierten Bauernhof-Tieren zum Ausmalen, entwickelte eine unfassbare Energie und zog mich magisch in seinen Bann. Ich fühlte mich wie die vierjährige Sandra, die es liebte zu malen und stundenlang darin versinken konnte.

Und dann fiel mir ein, dass es eine Zeit gab, in der ich ab und an am Abend Mandalas ausmalte. Diese Ausmal-Bilder für Erwachsene, die auf ein Zentrum ausgerichtete geometrische, pflanzliche oder figürliche Motive beinhalten und der Entspannung dienen. Das war während meines Studiums, das ich berufsbegleitend neben meinem damaligen Vollzeit-Job absolvierte. Damals drehten sich meine Gedanken kontinuierlich ums Lernen und ich saß, nach einem acht Stunden Tag im Büro, am Abend über meinen Fachbüchern. Zur Ruhe kommen, runterkommen, Feierabend machen – das gelang mir kaum. Und irgendwie stolperte ich über diese Ausmalbilder, malte und konnte dabei wunderbar entspannen.

Gestern Abend erinnerte ich mich daran – inspiriert durch einen Artikel (inklusive Malvorlage) in der Zeitschrift Flow („Eine Zeitschrift ohne Eile, über kleines Glück und das einfache Leben“) – und ich malte. Und ich kam runter.

Im Flow-Artikel ist die Kunsttherapeutin Sabine Hauptmann zitiert:

„Grundsätzlich tut es einfach gut, sich auf eine einzelne Tätigkeit zu konzentrieren und alles andere zu vergessen. Dazu kommt, dass es beim Ausmalen für viele Menschen leichter ist als beim freien Malen, die Sache spielerisch anzugehen. Denn es ist schon alles da. Es gibt eine Form, in die wir uns fallen lassen können. Jeglicher Druck und der Leistungsgedanke fällt weg. Die Frage ‚Kann ich überhaupt malen?‘ , die viele Menschen stresst, stellt sich nicht!“

Und das ist mein heutiger Kurzimpuls. Eine Idee für Dich, die sich leicht ausprobieren lässt. Abends auf dem Sofa – anstatt Fernsehschauen oder im Internet surfen. Einfach in ein Bild fallen lassen, loslassen, runterkommen.

Mein Tipp:

Gib bei Google einfach mal „Malbücher für Erwachsene“ ein und Du wirst überrascht sein, wieviele Angebote Du finden wirst. Kostenlose Ausmalbilder für Erwachsene zum Ausdrucken, findest Du unter anderem unter diesem Link.

Ach ja – und mein Neffe freut sich bei seinen Besuchen jedes Mal darauf, dass er mit seiner Tante im Bauernhof-Malbuch malen kann. Das machen wir stets gemeinsam, plaudern dabei und ich komme runter. Neulich gab er mir die Erlaubnis, dass ich auch darin malen darf, wenn er nicht da ist ;-) Ein Traum!

Herzliche Grüße

Sandra

Cover Energiequellen-Finder

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