In wenigen Tagen ist Weihnachten. Ich freue mich, Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Wir sind eine Patchwork-Familie und in dieser Familie habe ich drei wundervolle Schwestern, die ich von ganzem Herzen liebe. Meine Eltern haben sich vor ca. 28 Jahren getrennt. Das war nicht immer einfach – sowohl für uns Kinder nicht, als auch für unsere Eltern nicht. Rückblickend verstehe ich Vieles und ich bin unendlich dankbar, dass in unserer Familie – auch mit den neuen Partnern (die ja nun auch schon nicht mehr neu sind ;-) ) – so viel Respekt, Akzeptanz, Wertschätzung, Offenheit und Liebe gelebt wird. Jeder tut dies auf seine Weise und in ganz besonderer Weise für uns Kinder.

Ja – an Weihnachten scheine ich wieder Kind zu sein. Lichterglanz, Zusammensein, Singen an Hl. Abend (okay – mit viel Gelächter und Geläster ;-) ), futtern und lachen. Zeit füreinander haben. DAS ist für mich das schönste und wichtigste Geschenk.

Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich mir Weihnachten lieber weggewünscht hätte. Damals, als die Familie zerbrach und auch noch viele Jahre danach. Die Freude um Weihnachten kam erst wieder mit meinem Mann und seinen Kindern, für die es sich zu schmücken und zu backen gelohnt hat.

Ich bin sehr glücklich darüber, dass Weihnachten wieder zu einem Fest der Liebe geworden ist.

Vor ein paar Tagen las ich im sehr persönlichen Blog von „burnoutside“, dass Jahresrückblicke, wie sie derzeit überall zu lesen sind, beschissen sind. Über folgende zwei Sätze musste ich erst mal schmunzeln:

„Ein rumstöbern in der Vergangenheit finde ich derart sinnvoll, wie die Suche nach der chemischen Zusammensetzung des Hausstaubes hinter dem Heizkörper. Deshalb nehme ich diese Erinnerungsfetzen zum Anlass, mit dieser großteils beschissenen, aber leerreichen Zeit endgültig abzuschließen.“

Roland schreibt in seinem Blog über sein Burnout – und das sehr reflektiert.

Seine Zeilen brachten mich sehr zum Nachdenken – gerade in Verbindung mit Weihnachten. Weihnachten, wie ich es als Jugendliche empfand (einfach schrecklich) und wie sehr ich es heute wieder lieben kann. Roland schreibt in einem Kommentar:

„Entscheidend ist wohl, mit welcher Einstellung, welcher Erwartung oder welchem Gefühl ich auf die Vergangenheit blicke.“

Ja – genau das ist entscheidend.

  • Mit welchem Gefühl schaue ich auf die Vergangenheit?
  • Gefühle wie Trauer, Wut, Verletzung, Einsamkeit?
  • Welche negativen Gefühle kann es noch geben?
  • Was ist im letzten Jahr oder vor vielen Jahren passiert?
  • Eine Krankheit?
  • Wurden Sie verlassen?
  • Haben Sie einen lieben Menschen verloren?
  • Streit in der Familie?

Trauer, Wut, Verletzung – Gefühle, die wirklich schmerzen und Gefühle, die Ihnen die Luft zum Atmen rauben. Möchten Sie in diesem Gefühl verweilen oder wünschen Sie sich nicht auch wieder Lebensfreude und Leichtigkeit?

Sie können entscheiden!

Neulich sagte mir eine Hotelangestellte: „Ich hasse Weihnachten. All dieser Lichterkram und auf Knopfdruck sollen wir uns alle lieben. Das ist nichts für mich!“

Ich dachte: Schade.
Was ist dieser Frau wiederfahren, dass sie so mit Weihnachten hadert?

Ich kann es gut nachempfinden, denn mir ging es damals ja auch so. Heute blicke ich auf diese Zeit ganz neutral. Sie gehört zu meinem Leben dazu. Und wir wissen alle, dass das Leben nicht immer heiter Sonnenschein ist.

Ja, ich liebe Weihnachten und ich bin unendlich dankbar darüber, was ich aus meinen damaligen Gefühlen gemacht habe:
Ich habe sie verabschiedet. Mit diesem Abschied konnte ich in der Gegenwart und bis heute ein genussvolles Weihnachten feiern.

Das funktioniert übrigens auch unabhängig von Weihnachten, denn es gibt ja viele Dinge im Leben, die mit miesen Gefühlen und schmerzhaften Erinnerungen besetzt sind. Um es nochmal mit Rolands Worten zu sagen:

„Entscheidend ist, mit welcher Einstellung, welcher Erwartung oder welchem Gefühl ich auf die Vergangenheit blicke.“

Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen

Weihnachtsstern*** FROHE WEIHNACHTEN ***

 

Gemütliche und glückliche Stunden – ganz gleich, wie SIE sich diese gestalten.

 

Ich wünsche Ihnen Versöhnung, inneren Frieden und von Herzen ALLES LIEBE.

Ihre

Sandra Liane Braun

PS:
Gerade habe ich diesen Artikel zu Ende geschrieben, bringt mein Mann die Post ins Haus. Dabei ist eine Weihnachtskarte einer lieben Freundin, die schreibt:

„Wir hoffen, dass jeder etwas Zeit findet das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Der Blick zurück und die Erinnerung an das was war, sind wichtig für einen positiven Blick in die Zukunft.“ – Danke liebe Melanie!

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