Weihnachten und Besinnlichkeit

Jedes Jahr zu Weihnachten schreibe ich für Dich meine Gedanken auf, gebe Dir gerne etwas mit – für die Weihnachtstage, vielleicht auch fürs Herz.

Nun sitze ich hier im dritten Anlauf und weiß nicht, was ich mitteilen will. Verrückt. Mein Herz will schreiben und mein Kopf ist leer. Komisch. Ich frage mich, ob es vielleicht noch an der Narkose liegt, die ich vor zwei Wochen aufgrund einer Operation erhalten habe. Vielleicht ist mein Geist immer noch vernebelt? Tatsächlich kommt es mir so vor.

Vielleicht finde ich es auch nur komisch, weil das auch bei mir nicht so oft vorkommt: Keine Gedanken machen. Kein „ich muss“, kein „ich sollte“, kein Planen und kein Tun. Ich bin durch die Operation gerade ausgebremst. Und ich merke, dass ich eine Sache richtiggemacht habe:

Ich habe mir Zeit genommen gesund zu werden. Ich habe mir erlaubt, nicht zu arbeiten und die Dinge einfach mal liegen zu lassen. Mit dieser Erlaubnis gelingt es meinem Kopf, meinem Geist, zur Ruhe zu kommen.

Welch schöner Zustand!

In den Advent-Wochen habe ich – wie jedes Jahr – eine Beobachtung gemacht.
Sooo viele Menschen hörte ich sagen:

  • „Ich bin noch gar nicht in Weihnachtsstimmung“
  • „Die Adventszeit geht so schnell vorbei und ich kriege gar nichts davon mit“
  • „Von wegen Besinnlichkeit – nur Stress und Hektik“
  • „Ich würde so gerne Plätzchen backen, aber ich habe keine Zeit oder bin abends zu müde“

Kennst Du diese Sätze von Dir auch?
In den beiden letzten Wochen ist mir etwas klargeworden:

Besinnlichkeit ist in Dir. Du erzeugst Sie. Oder eben nicht.

Du kannst jedes Wochenende einen Weihnachtsmarkt besuchen und von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier laufen und die Weihnachtsstimmung stellt sich trotzdem nicht ein? Nun – vielleicht gerade deshalb. Wie willst Du Besinnlichkeit in Dir spüren, wenn Du Dir dazu weder Zeit und Raum schenkst, sondern nur im Außen konsumierst?

Wie funktioniert eine stressfreie Vorweihnachtszeit?

Hier ein paar Tipps:

(Ich sehe ein, für dieses Jahr sind sie zu spät, doch Weihnachten kommt öfter 😉 )

  • Stress mit Geschenken und dem Geschenke Einkaufen?
    • Sammle über das Jahr Deine Geschenk-Ideen für Deine Liebsten. Wenn Du etwas Schönes siehst – kaufe es, auch wenn es im August ist (bis Weihnachten dann gut verstecken). Wenn jemand etwas sagt, was ihm/ihr gefallen würde, notiere es Dir.
    • Einkaufs-Wahnsinn in der Stadt ist für Dich der reinste Horror? Dann kaufe die Geschenke soweit es nur geht online. Ich mache das seit Jahren (übers Jahr unterstütze ich wieder die Läden in meiner Region) und erfreue mich an jedem Päckchen, das zugestellt wird (ist auch für mich immer „wie Weihnachten“ 🙂 )
    • Beginne rechtzeitig. Notiere Dir im Kalender (beispielsweise im Oktober), dass Du Dich ab jetzt um Weihnachtsgeschenke kümmern möchtest. Am besten in mehreren Etappen, anstatt alles an einem Tag – ganz entspannt.

Und was die Geschenke angeht:

„Es ist nicht wichtig WAS unter dem Weihnachtsbaum liegt, sondern mit WEM Du davorstehst.“

  • Keine Zeit – zum Backen, für Weihnachtsmark-Besuche, oder was auch immer Du gerne tust in der Vorweihnachtszeit.
    • Nutze beispielsweise den 1. Advent, um Dir schöne Dinge vorzunehmen und einzuplanen. Mache es Dir dazu gemütlich. Die 1. Adventkerze anzünden, ein leckeres Getränk zubereiten, Lieblingsmusik auflegen und aufschreiben.
      Hier ein paar hilfreiche Fragen:
      • WIE möchte ich den Advent verbringen?
      • Wie kann ich dafür sorgen, dass mir das gelingt?
      • Wer kann mich dabei unterstützen?
      • Was will ich auf gar keinen Fall?
      • Wie wende ich das von mir ab? Was muss ich dafür tun?
      • In welche Falle könnte ich laufen? Was will ich dagegen tun?
  • Zu viele Termine – 4 Weihnachtsfeiern und 4 Weihnachtsmärkte und… Das ist Dir eigentlich alles zu viel?
    Reflektiere für Dich:
    • Welche dieser Aktivitäten sind für Dich eher ein „muss“? Auf welche würdest Du lieber verzichten?
    • Wem glaubst Du vor den Kopf zu stoßen, wenn Du „nein“ sagst? Bedenke: Ein „Ja“ zu Anderen, ist immer ein „Nein“ zu Dir selbst.
    • Teile anderen mit, wie es Dir geht. Beispiel:
      „Ich möchte xyz nicht wahrnehmen, damit ich mal Zeit für mich habe und zur Ruhe kommen kann.“ Oder „Ich bin sehr gerne mit Dir/Euch zusammen und gleichzeitig benötige ich mal einen Tag/Abend zu Hause in Ruhe.“ Menschen, denen Du wirklich wichtig bist, werden Dir das nicht übelnehmen.

Schenke Dir Raum und Zeit für Dich – so lädst Du die Weihnachtsstimmung und die Besinnlichkeit zu Dir ein.

Und wie jedes Jahr schenke ich Dir eine Selbstreflektion, die Du für Dich zelebrieren kannst, denn so ein Jahr scheint für manche von uns vorbei zu rasen.

Umso wichtiger scheint es mir,
innezuhalten.
Pause zu machen.
Freundlich an das erinnern, was war.
Bevorstehendes
ohne Sorge betrachten.
Im Hier und jetzt sein.

Ich wünsche Dir gemütliche Stunden und Zeit für das Wesentliche.
Gelegenheit zum Zurückblicken und zum Vorausschauen. Innehalten.

Frohe Weihnachten & ein schönes Neues Jahr
in Freude & Gesundheit.

Herzliche Grüße
Sandra

Lade Dir HIER deine Selbstreflektion herunter!

Schreibe einen Kommentar

Wenn du die Kommentarfunktion verwendest, wird aus Sicherheitsgründen auch deine IP-Adresse gespeichert. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Weitere Informationen über die Datenspeicherung und -Verarbeitung findest du in meiner Datenschutzerklärung.