Du und Sie und ich und Du

Liebe Besucherin, lieber Besucher dieser Homepage – meinem zu Hause.

Im November 2016 ist diese Homepage entstanden und ab Januar 2017 der Blog – regelmäßig, persönlich und mit Herz. Ohne darüber nachzudenken, sondern ganz selbstverständlich für mich, spreche ich meine Besucher und Kunden mit SIE an – schließlich „gehört sich das so!“

Und heute – ein Jahr danach – spüre ich, dass das gar nicht mehr für mich passt. Das förmliche Sie, zu dem ich in meinem Elternhaus erzogen wurde, und das auch nach wie vor für mich einen hohen Wert hat, gibt mir ein Gefühl der Distanz zu Ihnen – zu Euch.

Wenn ich meine Blogartikel und Newsletter schreibe, spreche ich Menschen an, mit denen ich mich verbunden fühle, obwohl wir uns – in den meisten Fällen – überhaupt nicht kennen. Das was ich tu – in meiner Arbeit als Coach, als Trainerin und Sandra die schreibt – das tu ich von ganzem Herzen. Da ist ganz viel Sandra drin.

Das ist ein Grund dafür, dass ich ab sofort zum DU wechseln werde. Für mich macht es das persönlicher, näher, wärmer, herzlicher, lebendiger… „echter“.

Es gibt noch einen weiteren Grund:

Meine Arbeit beschäftigt sich immer mit Deiner PERSÖNLICHKEIT.

  • Im Coaching ganz intensiv – Du und ich im Gespräch. Vertraut, vertraulich, offen, respektvoll, wertschätzend und warm.
  • In Seminaren für viele TeilnehmerInnen, die wirklich an Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind, ebenso intensiv, wenn auch im Rahmen einer größeren Gruppe.

In beiden Settings frage ich nach dem willkommen heißen, Klienten und Seminarteilnehmer ob sie damit einverstanden sind, wenn wir uns duzen. Ich erkläre auch warum:

Wir arbeiten an DEINEN Themen, es geht um DEINE Persönlichkeit. Dazu braucht es Vertrauen und Offenheit. Ich finde, dass die persönliche Ansprache hier Nähe schafft, ohne Grenzen zu überschreiten. Ich nenne es „das respektvolle Du“ und fühle mich damit sehr wohl und DIR deutlich näher.

Warum, soll ich das auf meiner Homepage – in meinem Zu Hause – anders praktizieren?

Natürlich nehme ich auch wahr, wenn ich mich im Internet bewege, dass in sehr vielen Branchen – und im speziellen bei Freiberuflern, wie ich es bin, Homepage-Besucher immer geduzt werden. Anfangs hat mich das irritiert, heute ist es für mich normal geworden. Und deshalb habe ich meine Gedanken dazu, euch auch zu duzen, genau hinterfragt: Folge ich damit der Herde oder will ich das wirklich? Die Antwort ist klar.

Wenn DU – ja genau DU – Auftraggeber in einem Unternehmen bist, zum Beispiel Geschäftsführer, Personaler, Verantwortliche(r) für die Personalentwicklung oder Weiterbildung, und somit nicht mein direkter Klient oder Seminarteilnehmer, dann kann ich gut nachvollziehen, wenn das für den Erstkontakt für Dich nicht passt. Spreche mich einfach so an, wie es sich für dich gut anfühlt. Die Online-Welt und die „echte Welt“ machen für mich schon noch einen Unterschied und doch vertraue ich auch im Kundenkontakt in der „echten Welt“ meiner Intuition und auch da passt manchmal das DU für beide Seiten besser.

Sandra Liane BraunIn diesem Sinne,

auf ein respektvolles, wertschätzendes und warmherziges Miteinander.

Ich freue mich auf DICH.

Schöne Grüße

Deine Sandra

 

8 thoughts on “Wer sind Sie eigentlich, dass Du mich siezt?

  1. …wow, liebe Sandra, und herzlichen Glückwunsch zu diesem Schritt, den du zudem nachvollziehbar und sehr warmherzig-stimmig offenbarst! 🙂 Auch beim “du” hört eine fein schwingende Seele den entscheidend-respektvollen Unterschied heraus.

    1. Herzlichen Dank lieber Winfried,
      für dein aufmerksames Lesen meines Newsletters und Blog und für dein Feedback, das mich sehr freut.
      Wenn ich das „respektvolle Du“ in meinen Artikel transportieren kann, dann bin ich sehr zufrieden 😊
      Liebe Grüße
      Sandra

  2. Liebe Sandra, genauso wie DU es schreibst, aus DEINER Erziehung kennst und DEINER Erfahrung beschreibst, sehe und handhabe ich das ebenso. Auch mit den anfänglichen Zweifeln (“schließlich gehört sich das so”). Mittlerweile ist das DU für mich in sozialen Medien wie Facebook aber längst selbstverständlich. Aber eben immer auf eine respektvolle und wertschätzende Weise. Das ist auch ganz einfach, man muss sich nur vorstellen, wie man selbst angesprochen werden möchte, getreu dem alten Sprichwort: so wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Im persönlichen Umgang miteinander – privat wie geschäftlich – bin ich allerdings immer noch meist “old school” unterwegs. Das DU biete ich erst dann an, wenn mir meine Erfahrung in Sachen Menschenkenntnis grünes Licht gibt.

    1. Lieber Stephan,
      Vielen Dank für dein Feedback und ich freue mich, dass du mir mit deinen Worten wirklich von der Seele sprichst.
      Mir gefällt dein Satz “Das DU biete ich erst dann an, wenn mir meine Erfahrung in Sachen Menschenkenntnis grünes Licht gibt.” – da meldet sich dann ja das Bauchgefühl, ganz intuitiv. Und wenn mein Bauchgefühl sagt, dass sich ein DU für mich “echter” anfühlt, dann biete ich das mittlerweile auch sehr gerne an… es fällt mir mehr und mehr leichter, vor allem dann, wenn ich merke, dass ich die Ältere bin (…was ja immer öfter vorkommt… 😀 😉 )

      Liebe Grüße
      Sandra

  3. Da ich auch erst vor einigen Monaten den Sprung vom Sie zum Du gemacht habe, kann ich das richtig gut nachfühlen! “Aber man duzt doch nicht ungefragt!” 😉 Ich habe aber festgestellt, dass ich mich mit dem Du in meiner Arbeit sehr viel wohler fühle, zumal ich ja sehr nahe an die Menschen herankomme, körperlich wie seelisch. Da passt das einfach besser. Aber erstmal war es ein Schritt “gegen meine Erziehung”.
    Danke für Deinen Blogartikel darüber!
    Viele Grüße, Anja

    1. Hallo Anja,
      herzlichen Dank für dein Feedback 😀 Ich habe dich gerade mal auf deiner Homepage besucht und finde: JA! Das passt! Obwohl wir uns nicht kennen, finde ich, dass dein Foto und das fröhliche Lachen – zusammen mit der persönlichen Ansprache – sehr authentisch wirken.
      Schöne Grüße an Dich
      Sandra 😀

  4. Liebe Sandra!
    Vielen Dank für den schönen Artikel und die offenen Worte! Wir handhaben es auf unserer Webseite genau so. Wir sprechen unsere Kundinnen und LeserInnen online und offline schon immer mit DU an. Gerade in Österreich ist es in vielen Gegenden etwas sehr Natürliches, geduzt zu werden. Und ich mag die Atmosphäre, die bei DU möglich wird und beim SIE, meiner Meinung nach, nicht.
    Das merken wir auch bei unseren Netzwerkveranstaltungen für selbständige Frauen. Da entsteht schnell ein ganz anderes Level von Beziehung. Ich finde es schön, dass das DU immer selbstverständlicher wird! Herzlichen Dank für die Bewusstmachung!!!
    GLG Andrea

    1. Herzlichen Dank liebe Andrea, für Dein Feedback!
      Es ist wirklich so, dass ich mich seit der Umstellung auf das DU viel wohler fühle. Meine Blogartikel bringen dadurch viel mehr von meiner eigenen Persönlichkeit mit und ich fühle mich meinen Lesern schon beim Schreiben viel näher.
      Bei Netzwerkveranstaltungen kenne ich Beides – kommt ganz auf den Veranstalter an. Und ich merke, wo ich mich wohler fühle… 3x darfst Du raten 😉

      Liebe Grüße nach Österreich
      Sandra

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