Redensarten, die den Körper betreffen

Wenn Du die Nase voll hast, viel zu viel um die Ohren hast und Du Dir dann auch noch den Kopf zerbrichst, dann ist alles so wie es sein soll! Bitte was? Alles soll gut sein? „Was schreibst Du da für ein Quatsch, Sandra!“ … könnte sein, dass Du das gerade denkst. Natürlich ist nicht alles gut und deshalb bringe ich Dir einen wichtigen Impuls mit!

Hast Du das auch schon mal gesagt?

  • „Ich habe die Nase echt voll davon!“
  • „Ich habe gerade total viel um die Ohren!“
  • „Die Sache geht mir echt an die Nieren!“
  • „Ich habe mir den Kopf über (dies und jenes) zerbrochen!“

Diese und andere REDENSARTEN, haben wir alle schon mal benutzt. Sicher ganz unbewusst, denn sie sind fest in unserem Sprachgebrauch verankert.

Mit Redensarten beschäftigen sich Sprachwissenschaftler. Sie erforschen zum Beispiel die Herkunft und die Bedeutung von einzelnen Redewendungen. Ich bin zwar keine Sprachwissenschaftlerin, höre und schaue aber sehr gerne genauer hin. Unsere Sprache erzählt viel mehr als nur das gesagte Wort. Sprache kann zum Beispiel große Macht ausüben – je nachdem, wie Worte gewählt werden.

Mit der Sprache können wir Aufmerksamkeit erzeugen – sowohl im negativen, als auch im positiven Sinne. Sprache verbirgt aber auch alte Schätze und altes Wissen. Redensarten sind ein gutes Beispiel dafür:

Denke mal an Deine Großeltern oder Urgroßeltern – sofern Du sie noch kennenlernen durftest. Kannst Du Dich an Redensarten, Sprichwörter und geflügelte Worte erinnern, die sie immer mal wieder ausgesprochen haben? Früher hörte ich manchmal meine Oma sagen „Mir geht gleich die Galle über!“ Ich verstand damals nicht, was sie eigentlich meint, nahm aber wahr, dass sie verärgert oder wütend war.

Und was haben Redensarten mit Stress zu tun?

Fakt ist, dass viele Redensarten ihre Herkunft in der puren Wahrheit haben!

Ich habe die Nase voll vom Stress!

  • Wenn Du unter Dauerstress stehst und Sorgen hast, dann schlägt Dir das zum Beispiel auf den Magen.
    Die Folge: Zuerst eine Magenschleimhautentzündung, dann ein Magengeschwür und wenn es hart auf hart kommt dann platzt dieses und du hast Magenbluten. Soll mal einer sagen, dass Dir der Stress nicht auf den Magen geschlagen ist!
  • Wenn Du Dir dauerhaft den Kopf zerbrichst, dann meint es: Tausende Gedanken machen, Gedankenkarussell, du machst Dir Sorgen und Ängste plagen Dich.
    Das Resultat? Möglicherweise leidest du ständig unter Kopfschmerzen. Das kann ein Spannungskopfschmerz sein (ausgehend vom Nacken), das kann ein Stirn-Kopfschmerz sein (wenn die Stirn dauerhaft in Sorgenfalten liegt) oder im schlimmsten Fall Migräne.
  • Du kommst nicht zu Potte?
    Das kann zum Beispiel eine Entscheidung sein, die Du einfach nicht treffen kannst oder willst. Das kann ein Problem sein, dass Du einfach nicht angehst. Eine unangenehme Sache, die Du seit Wochen oder Monaten vor Dir her schiebst. Wenn diese Sache für dich von großer Bedeutung ist, dann macht das Deinem Körper Stress. Eine Folge von Stress, ist zum Beispiel eine veränderte Darmtätigkeit. Es kann sein, dass der Darm träge wird und Du unter Verstopfung leidest: Du kommst also nicht zu Potte. Konkret: Du kommst nicht auf den Pott! Von der Redensart mal abgesehen, kann es auch sein, dass dauerhafter Stress zu ständigem Durchfall führt!
  • Übrigens, wenn Du unter ständigen Rückenschmerzen leidest, dann hast Du vermutlich „ein schweres Kreuz zu tragen“.
    Du hast „Kreuzschmerzen“, wie es umgangssprachlich heißt. Diese Redensart kommt übrigens vom „Kreuzweg“: Jesus von Nazareth wurde das große Holzkreuz auf den Rücken gebunden, an welches er anschließend gekreuzigt wurde. Auf dem Weg zum Ölberg brach Jesus unter der schweren Last zusammen. Nichts Anderes passiert auch Dir, wenn Du dauerhaft eine schwere Last zu tragen hast. Zuerst leidest Du unter ständigen „Kreuzschmerzen“ und irgendwann brichst Du unter deiner Last zusammen – körperlich und/oder psychisch.
  • Du bist verbissen oder sagst Dir immer wieder “Beiß die Zähne zusammen”?
    Das tust Du dann auch im wahrsten Sinne des Wortes. Die Auswirkungen: Verspannungen im Kiefer, Nacken- und Schulterbereich und ein weiterer Grund für Kopfschmerzen.

Das sind nur 5 Beispiele. Im Bild findest Du noch viele andere. In welcher Körperregion meldet sich Dein Körper zu Wort?

Du fragst Dich immer noch, warum ich darüber schreibe?

Mein Impuls, den ich Dir mit diesem Artikel schenken möchte:

Höre auf Deinen Körper!

und

Höre auf Dein gesprochenes Wort!

  • Gibt es da eine Redensart, die Du immer und immer wieder verwendest?
  • Was steckt dahinter? Sagst Du das nur so daher oder steckt wirklich ein schwerwiegendes Problem dahinter, das Dir dauerhaft Stress macht?
  • Welche körperlichen Schmerzen hast Du schon über einen längeren Zeitraum?
  • Welches körperliche Problem schleppst Du seit langem mit Dir herum?
  • Wie oft warst Du schon beim Arzt? Fehlt dir immer noch eine Diagnose? Keine Therapie nimmt Dir das Symptom?

Dann denke mal über die Ursache nach!

Vielleicht tickst Du ja wie ich:

Es gab immer wieder Situationen in meinem Leben, in dem mein Körper mir ununterbrochen zurief „Hallo! Körper an Sandra: Bitte verändere etwas! So kann es nicht weitergehen!“ Und was tat ich? Ich fand für jedes Symptom rationale Gründe. Ich ging nicht zum Arzt.

  • Die Rückenschmerzen entschuldigte ich mit „kein Wunder, ich müsste mal wieder Sport machen!“.
  • Kopfschmerzen und Migräne schob ich auf Wetterwechsel, weiblicher Zyklus, zu wenig Sauerstoff im Raum, uvm.
  • Die unreine Haut (und jahrelange Akne) schob ich auf „was Falsches gegessen“ und „die Hormone“.
  • Die jahrelange Laktoseintoleranz verschwand übrigens von Heute auf Morgen, als ich endlich die Entscheidung traf das Angestellten-Leben zu verlassen und in die Selbständigkeit zu gehen.

Was mein Körper sonst noch so mit mir machte, würde hier den Rahmen sprengen.

Was ich damit sagen will:

  • Bestimmt weißt auch DU, was da WIRKLICH los ist, wenn Du unter diversen körperlichen Symptomen leidest.
  • Du weißt genau, dass deine Seele leidet und Dein Körper für sie schreit.
  • Psychosomatisch. Vielleicht hat Dein Arzt das Wort auch schon ausgesprochen und Du wolltest es nicht hören.

Ich habe eine Bitte an Dich:

Höre auf Deinen Körper.

Er ist ein so wichtiger Botschafter für unseren Verstand, für unser Gefühl und unsere Sinne. Dein Bauchgefühl weiß längst was Sache ist und dann kommt Dein Verstand und redet Dir tausend gute Gründe für Deine Symptome ein.

In der Einleitung dieses Beitrags schreibe ich Wenn Du die Nase voll hast, viel zu viel um die Ohren hast und Du Dir dann auch noch den Kopf zerbrichst, dann ist alles so wie es sein soll! Bitte was? Alles soll gut sein?

Ja, dann ist alles so wie es sein soll: Dein Körper tut das, was er tun soll. Er sagt Dir, dass

  • “etwas” nicht stimmt.
  • Du nicht im Gleichgewicht bist.
  • Deine Seele / Dein Geist leidet.

Höre auf Deinen Körper.

  • „Wenn Dir die Luft ausgeht“ und „Dir eng ums Herz wird“, dann können die Auswirkungen Deines Stresses tödlich sein!
  • Wenn die Folgen Herzinfarkt oder Schlaganfall sind, dann brauchst Du dir um „eine volle Nase“ und „ein schweres Kreuz tragen”, keine Gedanken mehr zu machen.

Zwei Mal in meinem Leben, habe ich nicht auf die Signale gehört – eine Geschichte kannst Du hier nachlesen: Ich? Depression? Nie im Leben!

Ich habe mir fest vorgenommen, dass mir so etwas nicht ein drittes Mal passiert. Heute höre ich auf meinen Körper:

Ich lausche stets achtsam in ihn hinein und finde so oft die richtigen Antworten, die mich heute Handeln lassen. Mein Körper und ich – wir verstehen uns heute viel besser als je zuvor. Er muss gar nicht mehr so laut brüllen, denn ich höre ihm zu. Er muss gar nicht mehr so oft rufen, denn ich höre ihm zu. Täglich.

Bitte tu Du das auch.

Herzliche Grüße

Sandra

PS:
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PPS:
Ich weise darauf hin, dass selbstverständlich alle Symptome und Beschwerden auch eine organische Ursache haben können und appelliere an Deine Selbstverantwortung.

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